Der Weg der GEMA zu einer dezentralen Datenstruktur
Die Datenplattform der GEMA ermöglichte bereits im ersten Jahr die Erstellung von über 100 Datenprodukten, die eine Reihe von Geschäftsdienstleistungen und Use Cases unterstützen.
Über die GEMA
Die GEMA ist ein deutscher Verein, der die Interessen von über 95.000 Mitgliedern vertritt, darunter Komponisten, Texter und Verleger. Die GEMA hat es sich zur Aufgabe gemacht, dafür zu sorgen, dass Musikschaffende das verdienen, was ihnen zusteht. Sie verteilt die Lizenzeinnahmen aus der öffentlichen Musiknutzung – Konzerte sowie jede Form der Online-Nutzung, einschließlich Streams, Downloads, Radiosendungen oder die Verwendung von Musik in audiovisuellen Produktionen – gerecht unter ihren Mitgliedern. Da das Musikgeschäft zunehmend zu einem Datengeschäft wird, steht die GEMA vor der Herausforderung, riesige Datenmengen zu verwalten und zu verarbeiten, um eine gerechte Verteilung der Einnahmen sicherzustellen.
Herausforderung
GEMA stand vor der Herausforderung, die gemeldete Musiknutzung mit ihrer Datenbank abzugleichen und große Datenmengen zu verarbeiten, um eine gerechte Verteilung zu gewährleisten. Im Jahr 2021 begann GEMA, Herausforderungen wie Datensilos und die zunehmende Komplexität anzugehen. Martin Zürn, Head of Data Engineering, stellte fest, dass die Daten in Silos vorlagen und sich nur schwer zusammenführen ließen. Dies machte eine dezentrale Lösung erforderlich, um den Datenzugriff im gesamten Unternehmen zu verbessern.
Lösung
Um die Herausforderungen von Datensilos und zunehmender Komplexität zu bewältigen, implementierte die GEMA eine dezentrale Datenmanagementlösung. Durch den Aufbau eines Data Lake und die Integration zentraler Systeme konnten die Geschäftsbereiche selbstständig mit Daten arbeiten, wodurch die Abhängigkeit von einem zentralen Team reduziert wurde. Diese Umstellung ermöglichte es der GEMA, ihre Datenprozesse zu skalieren und gleichzeitig eine faire und effiziente Verteilung der Musiknutzungsdaten sicherzustellen.
Ergebnis
Durch die Dezentralisierung ihres Datenmanagements konnte GEMA den Datenzugriff und das Datenmanagement im gesamten Unternehmen optimieren. Mit über 100 Datenprodukten, die bereits innerhalb des ersten Jahres produktiv im Einsatz waren, verbesserte GEMA die Effizienz des Berichtswesens und ermöglichte fortschrittliche Machine-Learning-Anwendungsfälle. Die durch den Metadatenkatalog von Actian geschaffene Transparenz spielte eine entscheidende Rolle dabei, fundiertere, datengestützte Entscheidungen zu ermöglichen.